Nucleinsäurechemie in der Pandemie, mRNA-Impfstoffe

cr, Montag, 04.01.2021, 14:31 (vor 56 Tagen) @ cr

Bei der Herstellung von mRNA-Impfstoffen sind NucleinsäurechemikerInnen gleich an mehreren Stellen gefragt. Gegenwärtig gegen das SARS-CoV-2-Virus eingesetzten mRNA-Impfstoffe werden üblicherweise durch in vitro-Transkription eines cDNA-Templats hergestellt. Dafür wird eine DNA-abhängige RNA-Polymerase, eine 5'-Kappe und eine Mischung aus den Nucleosid-5'-Triphosphaten benötigt. Durch den Einsatz von modifizierten Nucleosid-Triphosphaten können die Eigenschaften der mRNA optimiert werden. Die erhaltene mRNA muss aufgereinigt werden, was meist per HPLC erfolgt. Schließlich muss die mRNA in die gewünschte Formulierung überführt werden, was häufig in der Form von Lipid Nanoparticles (LNPs) erfolgt. Bei all diesen Schritten ist Nucleinsäurechemie-Expertise gefragt und einige Mitglieder der DNG sind bei Firmen, die auf diesem Gebiet tätig sind, beschäftigt oder mit Ihnen assoziiert.

Literatur-Links
https://doi.org/10.3389/fimmu.2018.01963
https://doi.org/10.1186/s12929-020-00695-2


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